Mein lieber Specht

Vorgestern, als ich vom Wohnzimmer aus in den Garten geschaut hatte, dachte ich, im Kirschbaum sitzt ein entflogener kleiner Papagei oder Sittich. Ich hatte zuerst nur den grünen Rücken und das knallrote Köpfchen gesehen. Dann konnte ich das Tierchen auch von der Seite sehen: kein Papageienschnabel; es war ein Grünspecht, der auch “in echt” so prächtig bunt aussieht, wie auf dieser Zeichnung.

In unserem Garten sind das ganze Jahr über die unterschiedlichsten Vögel. Gelegentlich besucht uns sogar ein Eisvogel, der am Gartenteich auf fette Beute lauert (da kann er lange lauern, die paar Gründlinge, die im Teich schwimmen, erwischt er nicht), recht oft schaut ein Eichelhäher vorbei, Stockenten latschen mit ihren breiten Entenfüßen über den Rasen, es lassen sich die unterschiedlichsten Vögel hier im Garten blicken. Manche als Dauerbewohner, manche schauen nur mal kurz vorbei. 

Aber einen Specht hatte ich hier noch nicht gesehen, weder schwarz noch grün. 

Ich vermute mal, dass dieser Vogel durch Friederike, diesem Sturm/Orkan (je nach Höhenmetern hier im Harz war Friederike mal das eine oder andere) vor ca. zwei Wochen obdachlos geworden war. Friederike hatte unglaublich viele Bäume flach gelegt, daher denke ich, dass dadurch auch etliche Vögel, Eichhörnchen und wer da noch so im oder auf Bäumen wohnt, sein Zuhause verloren hat.

Der Specht ist übrigens nicht geblieben, aber ich drücke ihm die Daumen, dass er jetzt weiß, wo er wohnen kann, und dass sein neues Zuhause nicht so bald wieder umgepustet wird.

 

Indoor Winterspiele

Bei dem derzeitigen flächendeckenden Schietwetter (mal regnet es, mal schneeregnet es, mal schneit es, es taut usw.) verwandeln sich die Naturböden in der Umgebung, inklusive des Gartens, langsam aber sicher in eine Modderlandschaft. Natürlich sind Bommelchen (Boston Terrier x Zwergpudel) und Fritz (der schönste aller Mittelspitze) auch jetzt noch viel draußen. Wir spazwandern, suchen Leckerchen in Garten oder spielen Bällchen und Frisbee. Aber: alles in allem sind wir deutlich weniger draußen als zur warmen Jahreszeit; es ist oft einfach zu ungemütlich und wird so früh dunkel.

Die Hundschaften müssen und wollen trotzdem beschäftigt werden; und das geht auch im Haus. Manchmal rolle ich Leckerchen in alte Handtücher ein (wer Hunde hat, hat auch einen Stapel alter Handtücher). Die beiden Junx müssen dann versuchen, das Handtuch wieder zu entrollen, um an die Leckerchen zu kommen. Die schwerere Variante ist, die Leckerchen auf dem Boden mit einem Tuch zu bedecken. Das erfordert echt hundliches Gehirnschmalz, um die Leckers “auszugraben”. 

Wir haben auch fertige Spiele, z.B. diese Intelligenzspiele, bei denen kleine Holzboxen, in denen das Lecker deponiert wird, auf die unterschiedlichste Art geöffnet werden müssen. 

Da bald Weihnachten ist, habe ich den kleinen Hunden ein neues Spiel spendiert. — Kleiner Einschub: eigentlich bekommen unsere Hunde keine Weihnachtsgeschenke, ich finde das blöd Punkt. Aber irgendwann werden auch für Hunde die ewig gleichen Spiele langweilig. Es soll auch keine Werbung für ein bestimmtes Spiel sein; man kann auch viel selbst machen, wie das Beispiel mit den Handtüchern zeigt, ein alter Karton mit Papierfetzen und Leckerli gefüllt, lädt zum Buddeln ein, Stühle und umgedrehte Eimer bieten sich für Indoor Agility an und kleine Clickerübungen vertreiben gut die Langeweile. — Das neue Spiel ist ja auch ein Vor-Weihnachtsgeschenk sozusagen. Schon ausgepackt, beschnuppert und bespielt. Es heißt Turn Around, besteht aus Plastikröhren mit Deckel an einer Stange, die wiederum an einem Gestell befestigt ist. In die Röhren werden Leckers deponiert und Hund muss irgendwie versuchen, die Röhre zu drehen, damit das Leckerchen rausfällt. So weit die Theorie. Und ich denke, ähnliches kann man auch ganz gut selbst basteln, wenn man dafür ein Händchen hat (habe ich leider nicht, deswegen fertig gekauft).I Ich habe erst mal die Deckel weg gelassen, damit das Leckerchen gegebenenfalls keine Probleme beim Rausfallen hat. Fritz, der Spitz, hatte nach der zweiten Proberunde den Bogen raus. Er haut mit Schmackes sein Pfötchen auf die Röhre und frisst sein runtergefallenes Leckerchen.

 

Für Bommelchen ist das Teil noch voller Rätsel. Er beisst versuchsweise ins Röhrchen, was ihm aber auch nicht weiterhilft. Irgendwann wird der Groschen bzw. das Leckerchen bei ihm auch fallen, bis dahin helfe ich ihm, damit er auch seinen Spaß hat und drehe das Röhrchen für ihn.

Die Hauptsache ist doch, wir machen alle zusammen etwas und haben Spaß:-)

Herbstprimel

Zu Frühjahrsbeginn, wenn draußen noch nichts blüht, hole ich mir Primeln, Hyazinthen, Narzissen und andere Frühjahrsblüher ins Haus. Die sehen hübsch aus auf der Fensterbank zusammen mit Forsythienzweigen und Deko, es gibt sie überall und sie kosten meist nur wenige Cents.

Vor allem die Narzissen und Hyazinthen wandern irgendwann in den Garten. Es sind ja Zwiebelblumen, so dass sie mit ein wenig Glück dann im folgenden Frühjahr draussen wieder blühen.

Im letzten Frühjahr hatte ich noch einige Primeln, die ich einfach im Heidegarten unterm Ginster “ausgewildert” habe. Normalerweise habe ich die, wie die meisten Leute es wohl tun, nach dem Verblühen auf den Kompost geworfen. Es sind Massen-, Cent- und irgendwie wirklich Wegwerfartikel. Aber da wollte ich mal wissen, was mit diesen Teilen draussen im Garten passiert. 

Passiert ist dann, dass die Primeln praktisch immer mal wieder das ganze Gartenjahr über geblüht haben. Und ganz erstaunlicherweise auch jetzt – mitten im Oktober (der dieses Jahr nun auch kaum “golden” ist, mit schon ziemlich rauem Wetter).

Apropos raues Wetter: auch meine Rose de Resht blüht immer noch, als würde sie es bezahlt kriegen.

Aber das ist nich so ungewöhnlich für viele Rosen. Meine kleine Primel ist dagegen richtig heldenhaft:-)))

 

Das Huhn

In unserer unmittelbaren Nachbarschaft befinden sich zwei Hühnerhofe (einer davon ist  Lieferant für unsere Eier). Die Hühner dort leben tagsüber auf je einer großen Wiese und sind abends im Hühnerhaus. Sie haben es wirklich gut mit netten Leuten, die sich kümmern. 

Gestern wollte der Chef mit Bommelchen und Fritz in den Garten, um eine Runde Frisbee zu spielen (ich war in meinem Büro am Ackern); als ich ein “Nein”, “Stopp” von besagtem Herrchen hörte. Verantwortungsbewußt wie ich bin (und nebenbei bemerkt auch dankbar für eine willkommene Unterbrechung bei der Arbeit) bin ich gleich gucken gegangen, was die Hundschaften angestellt hatten, um so einen Anpfiff vom Chef zu riskieren. Wie mir berichtet wurde, hatte sich direkt auf der Terrasse ein Huhn befunden. Die Betonung liegt auf hatte sich befunden. Bommel hat einen ausgeprägten Jagdtrieb durch seine Hälfte pudeliger Vorfahren und Fritz, als Deutscher Mittelspitz, hat den spitztypischen Vertreibtrieb gegen alles, was seiner Meinung nach nicht aufs Grundstück gehört.

Jedenfalls war das Huhn erst mal auf dem Nachbargrundstück. Komisch war eher, dass es vorher überhaupt bei uns war. Unser Grundstück ist ringsum mit einem 1,50 m hohen Zaun eingezäunt, damit die Hunde nicht den Sittich machen. Die Höhe stammt noch aus der Zeit, als unsere früheren Hunde deutlich grösser waren als die beiden Zwerge Bommel und Fritz. Diesen Zaun hatte das Huhn also fliegend oder flatternd überwunden. Was ich einfach toll finde. Dass das das konnte. Es ist eine absolute Hühnerminderheit in Deutschland, die die Gelegenheit hat, Zäune flatternd oder fliegend zu überwinden. Trotzdem war die Aktion von dem Huhn ziemlich blöde. Es war ja praktisch allein – ohne seine Freundinnen, was ihm gar nicht gefallen hat.

Wir und einige Nachbarn haben das Huhn den ganzen Tag gesucht; immer, wenn jemand ein wenig Zeit hatte. Huhn hatte sich natürlich wenn möglich versteckt, es gab Hinweise, dass es gesehen wurde, und wenn man dann hinkam, war es wieder weg. Ein wenig wie bei Elvis oder diesen Sommerloch Kängurus/Krokodilen, die manche Leute gegen alle Wahrscheinlichkeit sichten. Alle Nachbarn unterhielten sich über Huhn Sichtungen und darüber, wie Huhn wieder ganz knapp im Unterholz verschwand.

Das ganze hat aber ein Happy End. Abends kam das Huhn-Herrchen noch bei uns vorbei, um zu berichten, dass das Huhn wieder daheim bei seiner Schar ist. Es hatte ganz allein nach Haus gefunden. Vielleicht hat es die anderen Hühner gehört oder es war ganz einfach Zufall. Wir waren alle sehr froh, denn nachts allein draussen ist für ein Huhn lebensgefährlich. Es gibt hier Füchse und natürlich Autos.

Ich bin sehr stolz auf dieses Huhn und würde mir wünschen, dass alle Hühner Gelegenheit hätten, solche Tollkühnheiten zu begehen oder zumindest glücklich auf einer Wiese mit anderen netten Hühnern zu leben, nach Würmern zu scharren und sich die Sonne auf die Flügel scheinen zu lassen.

Licht am Ende des Tunnels

Bommelchen (Boston Terrier x Zwergpudel) und Fritz (Deutscher Mittelspitz) haben sich mal wieder was getraut.

Normalerweise halten sich ja eine gesunde Vorsicht vor Neuem und eine ebenso gesunde Neugier bei den Wichten die Waage. Manchmal ist es nicht leicht nachzuvollziehen, wann das eine oder das andere siegt. Immer aber finde ich, dass die Hunde schon von selbst entscheiden, ob sie sich etwas trauen oder lieber nicht. Bommelchen z.B. durchpflügt unseren Teich wie ein Seehund und ist total gern im Wasser. Das war nicht immer so; früher war der Bommelmann zwar nicht gerade wasserscheu, aber er konnte sehr gut darauf verzichten. Erst nach dem Tod unseres Harzer Fuchses Chili, der eine absolute Wasserratte war und am liebsten den ganzen Tag im Wasser war, fing Bommelchen an, den Gartenteich, das ehemalige Biotop von Chili, für sich zu erobern. 

Fritzchen liebt Höhlen, Unterstände – alles, wo man unter- und reinkriechen kann (dem Bommel ist so was unheimlich), dafür findet Fritz Wasser doof.

Als ich den Tunnel im Garten aufgebaut hatte, war der kleine Spitz natürlich in seinem Element. Sonst stand er immer leicht gelangweilt am Gartenteichufer und hat Bommelchen beim Planschen zugeschaut. Diesmal war er wie der Blitz im Tunnel verschwunden (so eine prima Höhle, ewig lang, knisternd, spannend) und Bommel stand am Tunneleingang und traute sich nicht. Er traute sich ziemlich lange nicht, während Fritz im Tunnel hin- und herausauste wie die Elektronen im CERN-Tunnel. Irgendwann habe ich im Tunnel Leckerchen deponiert, so dass Bommelchen (die kleine Fressmaschine) herausfinden konnte, dass Tunnel nichts tut (bei wirklich grosser Angst vor Dingen helfen übrigens keine Leckerchen, da sind Hunde nicht mal in der Lage, dass Leckerchen zu nehmen). Aber in einer entspannten Spielsituation kann das schon helfen, die Angst zu überwinden. Und irgendwann waren beide Hunde im Tunnel (ein Überbleibsel aus den Tagen mit großen Hunden). Sie hatten reichlich Platz, konnten aufrecht stehen und sich gegenseitig beim Hin- und Herrennen überholen. 

Zwei Hunde im Tunnel

Suchbild

 

Das Wandern ist des Bommels Lust…

und des Fritzchens und natürlich die der Hundechefs. Freitag vor Pfingsten haben wir uns mal wieder auf in den Oberharz gemacht. Der Oberharz ist sehr praktisch zum Wandern. Da man sowieso – mehr oder weniger – schon oben ist, gibt es nicht mehr so viele anstrengende steile Aufstiege. Die haben wir sonst jeden Tag auf den Hundespaziergängen, da wir direkt am Harzrand wohnen. 

Zum Wandern haben wir uns die Kalte Bode mit den unteren und oberen Bodefällen vorgenommen. Das sind zwar nicht die Niagara Fälle, aber wirklich sehr hübsch. Unsere Harzflüsschen haben sowieso allesamt ihren eigenen Charme. Und das Wasser ist kristallklar, kalt und sauber. Wir brauchen also keine Trinkvorräte für die kleinen Hundejungs mitschleppen. 

Beide Hunde, Spitz Fritz und Bommel Boston Terrier Mix, sind sowieso angenehme und ausdauernde Wanderbegleiter. Als wir nach vielen Stunden von der Wanderung zurück kamen, wollten sie gleich im Garten eine Runde mit ihren Bällchen spielen. Die Wichte sind echt unermüdlich:-)

Bodefall

 

Yoga mit Hund

Die allgemeine Nachrichtenlage verlangt es, dass man ich gelegentlich auch mal wieder runterkomme. Auch wenn es wegen vermehrten Kopfschüttelns angesichts der bizarren und/oder grausigen täglichen Nachrichten zu einer Art Schleudertrauma kommt, ist Muskelentspannung und ruhiger Atem eine gute Therapie. All das leisten Yoga und Meditation.

Da ich hier an meinem Wohnort nicht gerade die Auswahl an Yogaschulen habe, finden die Übungen eben bei mir zu Hause statt. Und zu Hause sind die Hunde. 

“Yoga mit Hund” bedeutet hier nicht, dass die Hunde Yoga machen. Obwohl es das natürlich auch gibt; das nennt sich dann Doga und findet vorwiegend in New York und Hongkong und weniger im Harz statt. Da aber meine beiden Schnuggels, das Fritzchen und der Bommel, es sowieso aus dem Effeff beherrschen, mit ihrem linken Hinterfuss hinter ihr rechtes Ohr zu kommen, sieht die Yogastunde für meine Hunde ganz anders aus und ist wohl nicht im Sinne der Erfinder des Doga.

Die kleinen Hundejunx scheinen es jedenfalls zu lieben, wenn ich meine Matte ausrolle. Wenn ich die Yoga Position des herabschauenden Hundes einnehme, rennen sie zwischen meinen Armen und Beinen im Kreis. Und besonders schön finden sie es, wenn ich meditiere. Dabei sitze ich ja auf der Matte und befinde mich praktisch fast auf Augenhöhe mit Spitz und Bossi-Poo. Meist habe ich die Augen dabei geschlossen – und wenn ich sie öffne sehe ich vor mir zwei Hunde liegen, die mich gespannt beobachten, anscheinend darauf wartend, dass ich ein Lebenszeichen von mir gebe. Das sieht einfach nur niedlich aus. Gelegentlich bekomme ich auch mal unversehens ein Küsschen von einem oder beiden Hunden. Mit der Tiefenentspannung ist es dann erst mal vorbei, wie man sich vermutlich denken kann. Was mir aber völlig egal ist, denn Yoga mit Hund(en) ist einfach völlig entspannend, wie ich finde.

Im übrigen können wir sehr gut yogisches Denken von unseren Hunden lernen. Das was wir durch viele Übungen erreichen wollen, nämlich das Gedankenkarussell vorübergehend abzuschalten und im hier und jetzt und ganz bei uns anzukommen, beherrschen unsere Hunde vorbildlich. Sie sind die perfekten Gurus – schon allein deswegen, weil sie mit ihrer linken Hinterpfote hinter ihr rechtes Ohr gelangen:-)))

Ohne Abendbrot ins Bett, Hoch das Beet und ein Bootie

Wenn man es schafft, die Frühjahrsmüdigkeit zu überwinden, kann im Frühling alles mögliche passieren. Irgendwie ist man nach dem langen Winter voller Tatendrang und möchte die Ideen umsetzen, die man in der kalten dunklen Jahreszeit ausgeheckt hat. Manchmal gelingt das auch – mehr oder weniger.

Dieses Jahr ist es mir einfach nicht gelungen, einen Einstieg ins Fasten hinzukriegen. Normalerweise mache ich das immer mindestens eine Woche lang vor Ostern. Weniger aus religiösen Gründen als der Gesundheit zu Liebe. Aber dieses Jahr – niente, nada, nichts. Ich war schon richtig sauer, bis ich auf das Konzept des Intervallfastens gestossen bin. Davon gibt es verschiedene Formen, z.B. an zwei Tagen der Woche nur 500 Kalorien zu sich zu nehmen, die restlichen Tage normal essen oder einen Tag essen, einen Tag nur Wasser, Tee und bei Fröstelanfällen eine Tasse Gemüsebrühe ohne Einlage. Letzteres mache ich jetzt bis Ostern, danach wechsele ich zu der ersten Methode. Natürlich ist das kein “richtiges” Heilfasten, aber es tut mir gut und ich bin richtig energiegeladen – nix mit Frühjahrsmüdigkeit.

Dieser Energieschub hat dazu geführt, dass ich mir ein Hochbeet für Gemüse in den Garten gestellt habe. Ich hatte schon mal ein selbst gebautes – als das nach ein paar Jahren zerbröselt war, ist es irgendwie unterblieben, ein neues zu installieren. Die Teile sind wirklich genial, zumal mein Rücken auch nicht mehr der ist, der er mal war. Es ist einfach angenehm, ohne sich bücken zu müssen, im Garten rumzuwursteln. Und das Gemüse ist wirklich nur lecker, wenn man es ganz sonnenwarm direkt aus dem Beet essen kann.

Und da das Wetter so – nun ja:-) – frühlingshaft schön ist, sind die Wichte, Bossi Poo Bommel und Mittelspitz Fritz, praktisch den ganzen Tag draussen. Sie helfen fein beim Buddeln und Sachen durch den Garten tragen, schauen, ob schon Frösche in den Gartenteich eingezogen sind und haben einfach Spaß. Bommelchen hatte sich letzten Sonntag an der Pfote verletzt beim Spaß haben – und ich habe absolut keine Ahnung, wie er das angestellt hat. Es hat ganz fürchterlich geblutet; sein Herrchen und ich sahen aus wie aus einem Horrorfilm (weil wir abwechselnd das blutende Bommelchen auf dem Arm gehalten haben), bis ich dem Unglückswurm einen provisorischen Verband anlegen konnte.  Dann waren wir zum dritten Mal in diesem Jahr an einem Sonntag beim tierärztlichen Notdienst (1x Kralle eingerissen, einmal Rücken verrenkt, 1x Pfote aufgerissen). Ist ja auch erst Ende März. Fritz durfte auch mit auf unseren Sonntagsausflug zum Tierarzt. Er hat sich absolut vorbildlich benommen; man hat fast gar nicht gemerkt, dass er auch da war. Das ist sonst wirklich nicht seine Art; er ist schließlich ein Spitz. Aber vermutlich hatte er Schiß, dass er auch auf dem Tierarzt Tisch landet, wenn er da irgendwie auffällt. Bommelchen hat ein chices Bootie bekommen, damit kein Dreck in der Wunde landet. Aber ins Wasser darf er damit auch nicht. Bommel kann mit seinem Verband um die Pfote und dem Bootie ganz gut laufen, aber wir alle hoffen, dass er das Teil bald los ist.

Dann können wir hier richtig mit dem Frühling weitermachen!

 

 

Der zweite Tag im Neuen Jahr

Sylvester ist mal wieder überstanden. Die Hundejungs haben sich wacker gehalten, wenn ihnen auch das Geknalle ziemlich auf die Nerven gegangen ist (und nicht nur ihnen).

Inzwischen sind die Feiertage aber schon wieder Schnee von gestern, wobei seit heute früh richtiger Schnee fällt. Etwas, woran die Hundschaften viel Spass haben.

Wobei sich der Spass für den Bommelmann heute ziemlich in Grenzen gehalten hatte. Irgendwie hat sich das Kerlchen am Sylvestertag ein Kralle eingerissen.  Es war nicht wirklich ein Notfall, aber richtig helfen konnten wir ihm auch nicht. Die Musher kleben die Krallen ihrer Schlittenhunde, wenn denen mal so was passiert. Aber Bommelchen ist ja kein Husky (und ich bin leider kein Musher), also musste das Bürschen zur Versorgung der Kralle zum Tierarzt. Der hat die Kralle gekürzt und desinfiziert und in den nächsten Tagen wird die Pfote mit einem bitter schmeckenden Spray behandelt (das mit dem “bitter” hat der Doc gesagt, ich hab’s nicht probiert), damit sich da nichts entzündet.

Das Jahr fängt ja gut an (selbstverständlich leiden hier alle mit Bommelchen mit). Andererseits gibt es Schlimmeres (das gibt es ja eigentlich – fast – immer) und in ein paar Tagen ist das auch alles wieder heile.

Das Bommelchen hat eine schlimme Pfote

Weisse Weihnacht – sozusagen

Normalerweise ist das Fell von Fritz, dem Mittelspitz, absolut pflegeleicht. Gelegentliches Durchbürsten mit einer Softbürste reicht eigentlich völlig aus. Er haart nicht, sein Fell ist magisch – wenn das Kerlchen sich draussen einsaut, ist er spätestens am nächsten Morgen wieder weiss wie ein Schneeflöckchen.

Fritz, der Deutsche Mittelspitz
Fritz, der Deutsche Mittelspitz

Fritz hat jetzt in der Adventszeit beschlossen, sich seinen Fellwechsel zu gönnen. Der erste war im Frühjahr – und doch – wenn Fritzchen wechselt, dann mit Engagement und Schmackes. Damals habe ich schon gedacht, dass ich mir aus der abgeschmissenen Wolle gut und gern ein Zweitfritzchen basteln könnte. Und nun fängt er also auf ein Neues an. Was ja völlig normal ist, in der Weihnachtszeit aber irgendwie lästig (vermutlich für alle Beteiligten). Ich jedenfalls bürste den Burschen jetzt täglich, er bekommt gute Öle und gelegentlich Eigelb, damit ihm die Sache leichter fällt – und trotzdem “schneit” es im Haus überall Fellflöckchen. Was an für sich auch nicht weiter schlimm ist, weil man ausgegangenes Spitzfell sehr einfach aufnehmen und entfernen kann. Und irgendwie haben die überall rumschwebenden Fellflöckchen auch durchaus etwas weihnachtliches – irgendwie.

Spitzwolle
Spitzwolle

Beim letzten Fest hatte Fritzchen ein ähnlich gute Idee, die Bude festlich zu schmücken. Er hatte da so ein Phase, die Klopapierrolle aus dem Badezimmer zu stibitzen, um dann, mit der Rolle im Mäulchen, lange Papiergirlanden durchs Haus zu ziehen. Dieser kleine Hund hat durchaus Sinn fürs Schöne:-))))