Ohne Abendbrot ins Bett, Hoch das Beet und ein Bootie

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Hundliches / Menschliches

Wenn man es schafft, die Frühjahrsmüdigkeit zu überwinden, kann im Frühling alles mögliche passieren. Irgendwie ist man nach dem langen Winter voller Tatendrang und möchte die Ideen umsetzen, die man in der kalten dunklen Jahreszeit ausgeheckt hat. Manchmal gelingt das auch – mehr oder weniger.

Dieses Jahr ist es mir einfach nicht gelungen, einen Einstieg ins Fasten hinzukriegen. Normalerweise mache ich das immer mindestens eine Woche lang vor Ostern. Weniger aus religiösen Gründen als der Gesundheit zu Liebe. Aber dieses Jahr – niente, nada, nichts. Ich war schon richtig sauer, bis ich auf das Konzept des Intervallfastens gestossen bin. Davon gibt es verschiedene Formen, z.B. an zwei Tagen der Woche nur 500 Kalorien zu sich zu nehmen, die restlichen Tage normal essen oder einen Tag essen, einen Tag nur Wasser, Tee und bei Fröstelanfällen eine Tasse Gemüsebrühe ohne Einlage. Letzteres mache ich jetzt bis Ostern, danach wechsele ich zu der ersten Methode. Natürlich ist das kein „richtiges“ Heilfasten, aber es tut mir gut und ich bin richtig energiegeladen – nix mit Frühjahrsmüdigkeit.

Dieser Energieschub hat dazu geführt, dass ich mir ein Hochbeet für Gemüse in den Garten gestellt habe. Ich hatte schon mal ein selbst gebautes – als das nach ein paar Jahren zerbröselt war, ist es irgendwie unterblieben, ein neues zu installieren. Die Teile sind wirklich genial, zumal mein Rücken auch nicht mehr der ist, der er mal war. Es ist einfach angenehm, ohne sich bücken zu müssen, im Garten rumzuwursteln. Und das Gemüse ist wirklich nur lecker, wenn man es ganz sonnenwarm direkt aus dem Beet essen kann.

Und da das Wetter so – nun ja:-) – frühlingshaft schön ist, sind die Wichte, Bossi Poo Bommel und Mittelspitz Fritz, praktisch den ganzen Tag draussen. Sie helfen fein beim Buddeln und Sachen durch den Garten tragen, schauen, ob schon Frösche in den Gartenteich eingezogen sind und haben einfach Spaß. Bommelchen hatte sich letzten Sonntag an der Pfote verletzt beim Spaß haben – und ich habe absolut keine Ahnung, wie er das angestellt hat. Es hat ganz fürchterlich geblutet; sein Herrchen und ich sahen aus wie aus einem Horrorfilm (weil wir abwechselnd das blutende Bommelchen auf dem Arm gehalten haben), bis ich dem Unglückswurm einen provisorischen Verband anlegen konnte.  Dann waren wir zum dritten Mal in diesem Jahr an einem Sonntag beim tierärztlichen Notdienst (1x Kralle eingerissen, einmal Rücken verrenkt, 1x Pfote aufgerissen). Ist ja auch erst Ende März. Fritz durfte auch mit auf unseren Sonntagsausflug zum Tierarzt. Er hat sich absolut vorbildlich benommen; man hat fast gar nicht gemerkt, dass er auch da war. Das ist sonst wirklich nicht seine Art; er ist schließlich ein Spitz. Aber vermutlich hatte er Schiß, dass er auch auf dem Tierarzt Tisch landet, wenn er da irgendwie auffällt. Bommelchen hat ein chices Bootie bekommen, damit kein Dreck in der Wunde landet. Aber ins Wasser darf er damit auch nicht. Bommel kann mit seinem Verband um die Pfote und dem Bootie ganz gut laufen, aber wir alle hoffen, dass er das Teil bald los ist.

Dann können wir hier richtig mit dem Frühling weitermachen!

 

Der zweite Tag im Neuen Jahr

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Bommel

Sylvester ist mal wieder überstanden. Die Hundejungs haben sich wacker gehalten, wenn ihnen auch das Geknalle ziemlich auf die Nerven gegangen ist (und nicht nur ihnen).

Inzwischen sind die Feiertage aber schon wieder Schnee von gestern, wobei seit heute früh richtiger Schnee fällt. Etwas, woran die Hundschaften viel Spass haben.

Wobei sich der Spass für den Bommelmann heute ziemlich in Grenzen gehalten hatte. Irgendwie hat sich das Kerlchen am Sylvestertag ein Kralle eingerissen.  Es war nicht wirklich ein Notfall, aber richtig helfen konnten wir ihm auch nicht. Die Musher kleben die Krallen ihrer Schlittenhunde, wenn denen mal so was passiert. Aber Bommelchen ist ja kein Husky (und ich bin leider kein Musher), also musste das Bürschen zur Versorgung der Kralle zum Tierarzt. Der hat die Kralle gekürzt und desinfiziert und in den nächsten Tagen wird die Pfote mit einem bitter schmeckenden Spray behandelt (das mit dem „bitter“ hat der Doc gesagt, ich hab’s nicht probiert), damit sich da nichts entzündet.

Das Jahr fängt ja gut an (selbstverständlich leiden hier alle mit Bommelchen mit). Andererseits gibt es Schlimmeres (das gibt es ja eigentlich – fast – immer) und in ein paar Tagen ist das auch alles wieder heile.

Das Bommelchen hat eine schlimme Pfote

Weisse Weihnacht – sozusagen

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Fritz der Spitz

Normalerweise ist das Fell von Fritz, dem Mittelspitz, absolut pflegeleicht. Gelegentliches Durchbürsten mit einer Softbürste reicht eigentlich völlig aus. Er haart nicht, sein Fell ist magisch – wenn das Kerlchen sich draussen einsaut, ist er spätestens am nächsten Morgen wieder weiss wie ein Schneeflöckchen.

Fritz, der Deutsche Mittelspitz

Fritz, der Deutsche Mittelspitz

Fritz hat jetzt in der Adventszeit beschlossen, sich seinen Fellwechsel zu gönnen. Der erste war im Frühjahr – und doch – wenn Fritzchen wechselt, dann mit Engagement und Schmackes. Damals habe ich schon gedacht, dass ich mir aus der abgeschmissenen Wolle gut und gern ein Zweitfritzchen basteln könnte. Und nun fängt er also auf ein Neues an. Was ja völlig normal ist, in der Weihnachtszeit aber irgendwie lästig (vermutlich für alle Beteiligten). Ich jedenfalls bürste den Burschen jetzt täglich, er bekommt gute Öle und gelegentlich Eigelb, damit ihm die Sache leichter fällt – und trotzdem „schneit“ es im Haus überall Fellflöckchen. Was an für sich auch nicht weiter schlimm ist, weil man ausgegangenes Spitzfell sehr einfach aufnehmen und entfernen kann. Und irgendwie haben die überall rumschwebenden Fellflöckchen auch durchaus etwas weihnachtliches – irgendwie.

Spitzwolle

Spitzwolle

Beim letzten Fest hatte Fritzchen ein ähnlich gute Idee, die Bude festlich zu schmücken. Er hatte da so ein Phase, die Klopapierrolle aus dem Badezimmer zu stibitzen, um dann, mit der Rolle im Mäulchen, lange Papiergirlanden durchs Haus zu ziehen. Dieser kleine Hund hat durchaus Sinn fürs Schöne:-))))

 

 

 

Sommerhunde

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Bommel / Fritz der Spitz / Spiel und Spass

Seit einiger Zeit stand hier nichts Neues über Bommelchen, den Boston Terrier/Pudel-Mix und Fritz, den Deutschen Mittelspitz.
Das lag nicht etwa daran, dass es nichts zu berichten gäbe (die beiden Wichte lassen sich praktisch minütlich etwas Neues einfallen) sondern an der Jahreszeit. Wir sind praktisch dauernd draussen; wir wandern stundenlang im Harz, wir hängen im Garten rum, kurz gesagtgeschrieben bin ich nur so viel bzw. wenig im Büro, dass ich die wichtigsten Dinge erledigen kann. Es ist sozusagen Urlaubszeit.
Das Spielen und die Beschäftigung mit den Kerlchen geht nun mal vor, das Aufschreiben ihrer Un- und Heldentaten passiert eben im Moment eher nebenbei.
Die beiden sind ein richtig gutes Team geworden. Netterweise klappt bei den Kleinen auch das gemeinsame Üben (und spielen), was bei meinen früheren grossen Hunden irgendwie immer problematisch war, weil einer immer andere Talente als der andere hatte, die getrennt gefördert und gearbeitet werden mussten. Bommelchen und Fritz sind sich da sehr ähnlich, machen die meisten Sachen beide gleich gern und arbeiten ganz toll beide mit.
Ein gemeinsames „Sitz“, was auch gemeinsam eingeübt wurde:

Fritz, der deutsche Mittelspitz und Bommel, der Boston Terrier/Pudelmix in Wartestellung:-)

Fritz, der deutsche Mittelspitz und Bommel, der Boston Terrier/Pudelmix in Wartestellung:-)


Aber natürlich geht es nicht die ganze Zeit um Übungen und „Arbeit“ (was beiden allerdings eine Menge Spass macht); sie dürfen natürlich auch Hund sein und ihren Hundeangelegenheiten nachgehen wie hier das Bommelchen, dass den Fröschen im Teich Beine macht:
Bommel auf Froschjagd

Bommel auf Froschjagd


oder die beiden unterm Kirschbaum, die Früchte erntend, die die Vögel von oben runterwerfen:
Bommel und Fritz unterm Kirschbaum

Bommel und Fritz unterm Kirschbaum


und manchmal wird auch einfach rumgetobt, dass die Fetzen fliegen. Für zartbesaitete Gemüter: das alles läuft unter Spiel und Toben – die beiden tun sich nicht weh, es wird niemand gemobbt – es ist Lebensfreude pur.
Das dynamische Duo

Das dynamische Duo


Sommer ist einfach schön für die Hunde (und auch für ihre Chefin)

Der erste Geburtstag von Fritz

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Fritz der Spitz

Letzten Dienstag hatte unser lustiges Knallbonbon Fritz, der Mittelspitz, seinen ersten Purzeltag. Wir haben mit ihm eine lange Wanderung durch den Harz gemacht, was für ihn sicher das schönste Geschenk war. Er ist so gerne draussen, er ist gern dauernd mit seinen Menschen zusammen (und mit Bommelchen, seinem Mitbewohner), und auf diese Weise konnten wir beides miteinander verbinden. Wir hatten einen schönen Tag und viel Spass.
Aber mit Fritz hat man eigentlich jeden Tag Spass. Er ist so eine Frohnatur, was nicht nur an seinem niedlichen Lächeln liegt. Es ist richtig schön mit ihm.

Fritz der Mittelspitz 1 Jahr alt

Fritz der Mittelspitz 1 Jahr alt

Die Gartensaison ist eröffnet

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Bommel / Fritz der Spitz / Spiel und Spass

Mittlerweile sind die Temperaturen so mild, dass mit der Gartenarbeit begonnen werden kann.
Nun ist der grösste Teil unseres Gartens hinter dem Haus einfach ein Hundegarten. Ausser Busch- und Baumgruppen, einem Teich und einem grossen Rasen gibt es da kaum Zierpflanzen. Die sind alle im Garten vor dem Haus, der für die Wichte nicht erreichbar ist. Und das aus gutem Grund:-)
Im Hundegarten dürfen Bommelchen, der Bossi-Poo und Fritz, der Mittelspitz, rumseppeln, im Teich planschen, Mäuse jagen, buddeln, unter regennassen Sträuchern duschen, Ball spielen, Leckerchen und Spielis suchen etc. etc. Das hält keine Edelrose aus:-)
Und natürlich sind beide Hunde mit Begeisterung auf ihrem eigenen Spielplatz. Fritz würde es vermutlich vorziehen, praktisch nur draussen zu leben. Bommelchen braucht gelegentlich dringend die Couch im Wohnzimmer für ein erfülltes Hundeleben. Aber ich lasse keinen der Hunde gern unbeaufsichtigt im Garten, obwohl der hundesicher eingezäunt ist. Man weiss ja nie…
Aber jetzt und in der warmen Jahreszeit sind wir Menschen ja auch fast den ganzen Tag draussen. Ich kann auf der Terrasse sitzen und da arbeiten und nebenbei meine beiden Helden im Auge behalten, oder wir wursteln so im Garten rum. Bei letzterem „helfen“ die kleinen Hunde. Grabe ich z.B. Brennnesselnester aus, gräbt Fritz auch. Jetzt nicht unbedingt Brennnesseln, aber irgendwas gräbt er aus. Der Wille zählt, finde ich. Während Fritz und ich graben, verschleppt das Bommelchen kleine Gartengeräte, die wir dann anschliessend alle suchen gehen.
Auf diese Weise dauert alles etwas länger, macht dafür aber mindestens doppelt so viel Spass. Und die beiden Wichte haben das Gefühl, dass sie wichtig sind und helfen.
Nach getaner Arbeit werden Leckers versteckt oder es gibt ein Spielzeug. Diese Sticks, die die beiden auf den Fotos in der Mache haben, sind anscheinend sehr bissfest; und werfen kann man sie auch. Mir ist das lieber, als das sie auf irgendwelchen Stöckchen rumkauen, aber das lässt sich nicht konsequent verhindern. Gestern hatte sich Fritz ewig lange mit einem leeren Schneckenhaus beschäftigt. Er fand das toll, es liess sich kullern, in die Luft werfen und wieder auffangen, man konnte es bewachen, damit der diebische Bommel es nicht klauen konnte. Immer so bescheiden, mein Spitzbube – wer braucht schon teures Markenspielzeug:-)))

Fritz macht Pause

Fritz macht Pause

Bommels Pause

Bommels Pause

Dreckspatzspitz

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Bommel / Fritz der Spitz

Fritz, der gelegentlich weisse Mittelspitz, hat sein Herz für die (Mäuse)Jagd entdeckt. Die liegt den Spitzen gewissermassen im Blut, wenn auch sonst der Jagdtrieb, wie man ihn von anderen Hundetypen kennt, eher unterentwickelt bis nicht vorhanden ist.
Fritz ist auch eher ein Findehund als ein Hetz-hinterher-Hund. Das Kerlchen liebt es, wenn er etwas entdecken kann, was er vielleicht gerade gut brauchen kann. Sei es ein Stückchen alte Schnur, die irgendwo auf einer Wiese rumliegt, ein Tannenzapfen, auch der eine oder andere schlichte Fussel hat für Fritz seinen Reiz.
Das Bommelchen ist da ein anderes Kaliber. Wäre da nicht seine Grösse bzw. Kleinheit, würde er sicher auch hinter Rehen hersetzen, bei Häschen und Vögeln ist er kaum zu bremsen. Allerdings ist er gut abrufbar und sowieso ein braver kleiner Hund.
Neulich hatte der Bommelmann bei uns hinten im Garten, bei den Brennholzstapeln, ein Mäusenest ausgegraben. Fritz hat interessiert zugeschaut, sich aber zunächst nicht weiter beteiligt. Wie gesagt, der Spitzbube ist eher Sammler als Jäger. Aber von Bommel lernen, heisst siegen lernen, und irgendwann haben beide Hunde gebuddelt, dass die Erde nur so nach allen Seiten flog. Ein Mäuschen hatte die Aktion auch nicht überlebt, und Fritzchen hat die gleich annektiert. Gefressen hat er sie nicht, nur drauf rumgelutscht und sie netterweise auf unserer Couch drapiert (Katzenbesitzer werden solche Anblicke kennen).
Nach der ganzen Buddelei sah der weisse bzw. cremefarbene Spitz dann so aus:
Dreckspitzspatz
So und schlimmer sieht er allerdings auch nach jedem Regenspaziergang aus, nach jedem Spaziergang, wenn es gerade geregnet hat, wenn er auf dem Spaziergang eine schlammige Stelle entdeckt (so was entgeht ihm nie), also eigentlich mehrmals täglich. Da er aber magisches Fell hat, aus dem der Dreck in der Regel ohne weiteres Zutun meinerseits wieder verschwindet, sieht er in den trockenen Perioden gleich wieder wie ein Schneeflöckchen aus.
Sein Spiessgesell und Jagdkumpan Bommel ist natürlich genau so dreckig. Ein weisser und ein schwarzer Hund, die aus dem Matsch kommen, sind selbstverständlich beide identisch eingesaut. Nur bei Bommel sieht man es nicht so:-)
Mäusejäger

Fellwechsel

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Fritz der Spitz

Der Frühling schaut um die Ecke: da zwitschern die Vöglein, die Frühjahrsblüher gucken schon mal vorsichtig aus der Erde, unsere Kornelkirsche im Garten steht in voller Blüte, damit die Insekten, die jetzt schon fliegen, etwas zu futtern haben – und Fritz, unser Deutscher Mittelspitz, wechselt das Fell. Und wie!!!:-)
Wenn man sich einen Spitz, egal welche Variante (gross, mittel, klein, zwergig oder Wolfsspitz), ins Haus holt, weiss man natürlich (weil man sich schlauerweise vorher über diese Hundetypen informiert hat), dass diese Hunde zweimal im Jahr ihr Fell wechseln. Allerdings ist das graue Theorie; man muss es einfach selbst erlebt haben – diese unglaublichen Haarmengen, die dieser kleine Hund absondert.
Das bedeutet in den nächsten Wochen tägliches Bürsten, während das prächtige Spitzfell den Rest des Jahres ausgesprochen pflegeleicht ist. Und tägliches Bürsten ist ja nun auch kein Drama. Ich verbinde es ganz einfach mit den täglichen Schmuse Sessions, da macht das dem Fritzchen und mir auch noch Spass. Es hilft ihm beim Fellwechsel, wenn die losen Haare immer schön ausgebürstet werden. Zusätzlich bekommt der Spitzbube noch Bierhefe und gelegentlich Eigelb und ein wenig hochwertiges Öl.
Trotz der Bürsterei und der Futterzusätze fliegen zurzeit natürlich noch einige Haare durch die Gegend. Aber die sind ganz leicht zu beseitigen; anders als diese Pieksehaare von den kurzhaarigen Hunderassen, die sich überall in Polster und Kleidung reinbohren und kaum wegzubürsten sind.
Das Fritzchen sieht im Moment etwas zerzaust aus, da sich das Fell irgendwie unregelmässig verabschiedet. Mal geht es an den Hinterläufen in Mengen aus, mal am Hals, mal hier, mal dort. Macht aber nichts – einen schönen Hund kann nichts entstellen. Bei einem Spitz sollte man übrigens nicht mit diesen Furminator Kämmen/Bürsten arbeiten, das macht nur das Fell kaputt. Eine einfache Zupfbürste reicht völlig. Und da Fritz wirklich tolles Fell hat, das nicht verfilzt, brauche ich praktisch auch keinen Kamm.
Ich denke mal, in ein paar Wochen ist der Fellwechsel abgeschlossen. Dann reicht es wieder, einmal wöchentlich das Fritzchen zu bürsten (und bei Bedarf, z.B. wenn er die halbe Botanik im Fell mitschleppt).
Fritz_Fenstergucker

Mein Zweitältester und mein Zweitjüngster

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Bommel / Fritz der Spitz / Hundliches

Mein Zweitältester ist unser Mittelspitz Fritz, der im April seinen ersten Purzeltag feiert und somit jetzt ein gutes Dreiviertel Jahr alt ist.
Fritz_Platz
Der Zweitjüngste ist das Bommelchen, ein Boston Terrier Zwergpudel Mix – kurz Bossi Poo – mit seinen drei Jahren (geworden im letzten November).
Bommel_Platz
Zurzeit läuft es natürlich so, dass sich der Jüngere am Älteren orientiert. Fritz lernt vom Bommelchen noch so einiges, was er später im Leben noch brauchen kann. Z.B. dass man sich nicht mit dem „Brüderchen“ prügelt, wenn Frauchen in ihrem Büro arbeitet. Und wenn, dann nur so leise, dass die zweibeinige Spassbremse nicht auftaucht und das Spiel beendet. Leises gegenseitiges Öhrchen abmontieren geht noch so durch, aber wildes Getobe wird leider abgebrochen. Da muss man dann warten, bis es in den Garten geht. Was ja auch besser ist, weil man da dem „Gegner“ besser ausweichen, d.h. abhauen kann.
Fritzy versucht allerdings jeden Tag auszutesten, ob er Bommel inzwischen umhauen kann. Es ist nicht so, dass sich die beiden kleinen Rüden ernsthaft in die Wolle kriegen. Aber natürlich gibt es kleine Rangeleien, die eher etwas von Ritualen und Spielen haben, so wie alle Welpen untereinander ihre Kräfte messen (auch wenn es längst keine Welpen mehr sind). Im Augenblick läuft es in der Regel so ab, dass Fritzy wie ein Torpedo auf Bommelchen losrast, um ihn umzuschmeissen. Und enden tut es so, dass Bommelchen den Spitzbuben mit seinen langen Vorderläufen in den Schwitzkasten nimmt und auf den Rücken schmeisst. Woraufhin Fritz spitze Schreie ausstösst, Bommelchen ihn los lässt und Fritzy sich in die nächste Ecke verzieht, um kurz darauf wieder raketenmässig auf Bommelchen los zu rennen. Vermutlich geht das so lange, bis er es wirklich mal schafft, Bommel umzuschmeissen. Dann werden sie sich was Neues ausdenken. Bei den Renn- und Hasch-mich-Spielen ausserhalb des Hauses ist jeder mal Verfolger und Verfolgter, wie es sich für ein Spiel gehört.
Ausserdem wird an dem älteren noch die eine oder andere Dienstleistung vollzogen: Öhrchen und Zähnchen putzen gehören da unbedingt dazu. Etwas, was Bommelchen bei unserem im letzten Jahr verstorbenen Harzer Fuchs Chili getan hat. Chili war davon sichtlich genervt, aber da diese Supernanny von Rüde den kleinen Bommel nach Strich und Faden verwöhnt hat, hat er es zugelassen. So ändern sich die Zeiten: inzwischen ist Bommelchen von Fritzys professioneller Zahnreinigung genervt.
Was überhaupt so ein Punkt ist: Bommel mag nicht der Ältere sein. Er mag Baby sein und bleiben. Er ist nicht so ein Hund, der sich behaupten will, der Anführer sein will o.ä. Nur – da ist ja der kleine Fritz, mit null Ahnung (mittlerweile natürlich schon etwas ahnungsvoller), aber auf jeden Fall jünger, unerfahrener und mit dem Wunsch, ein Bommelhund zu werden, wenn er mal gross ist. Ein wenig hat sich der Bommelmann mit seiner neuen Position als „Grosser“ arrangiert (nebenbei bemerkt sind beide Hunde etwa gleich gross und schwer, und der Spitz ist praktisch ausgewachsen), aber so richtig toll findet er es nicht, wenn ihn sein grösster Fan bewundernde Blicke zuschmeisst.
Dem Bommelchen zum Trost: das muss nicht so bleiben. Wenn Fritz erst mal erwachsen ist, kann sich das alles noch drehen. Bei zwei Hunden ist da sowieso nichts in Stein gemeisselt, da ist mal der eine, mal der andere in verantwortlicher Position. Jedenfalls unter den Hunden. Natürlich bin ich hier der Oberboss, was auch von keinem der beiden Kerlchen angezweifelt wird:-)

Viel Schnee, verdammt kalt, die Lappenphase und verrückte fünf Minuten

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Bommel / Fritz der Spitz / Spiel und Spass

Das momentane sibirisch kalte Wetter und Fritzys augenblickliche Stimmung scheinen irgendwie zusammenzuhängen.
Die tiefen Temperaturen scheinen den Mittelspitz mit seinem vielen Fell wirklich gut zu bekommen. Das Kerlchen ist sowieso gern draussen, und Schnee macht dem Jungspitz so richtig Spass.
Verrückte fünf Minuten haben ja alle jungen Hunde zwei- bis mehrmals täglich. Ich finde das immer wieder schön. Da wird einfach nur gerannt und gerannt, voller Lebensfreude und mit blitzenden Augen. Und im Schnee scheint das besonders schön zu sein.
Das Bommelchen lässt sich davon auch anstecken. Die beiden haben ein Spiel: es gibt eine Rennstrecke, in deren (ungefährer) Mitte das Bommelchen steht. Fritzy saust diese Strecke hin und her, während das Bommelchen versuchen muss, ihn aufzuhalten. Bei diesem Spiel verfolgt Bommel Fritz auch nicht (Hinterherrennspiele machen die beiden natürlich auch, wobei Verfolger und Verfolgter abwechseln) sondern versucht nur, ihn an einem Punkt zu stoppen. Mir macht das Zuschauen mindestens so viel Spass wie den beiden Junx ihr Spiel.
Ansonsten nervt Fritz mit seiner Lappenphase. Ich nenne die mal so, wobei ich schwer hoffe, dass es wirklich nur eine Phase ist.
Fritzy schnappt sich zurzeit alle Lappen, Tücher, Decken, die er nur bekommen kann und schleppt sie durch die Gegend. Egal ob eines der Vetbeds (Hundedecken), die hier fast in jedem Raum sind, ob Scheuerlappen, Wäsche vom Trockenständer, Platzsets vom Wohnzimmertisch – einfach alles. Niedlicherweise bringt er mir dann das, strahlt mich an und lässt es sich problemlos abnehmen. Da ist er glücklicherweise anders als das Bommelchen, der alles Erbeutete fest zwischen den Zähnen hält und nicht mehr rausrückt. Ich kann also das jeweilige Teil Fritzy abnehmen und zurücklegen -hängen, was auch immer. Kaum bin ich zurück an meinem Schreibtisch um mal zur Abwechslung ein wenig zu arbeiten höre ich aus dem Nebenraum wieder so komische Schleif- und Schurrgeräusche. Dann biegt auch schon der Spitzbube um die Ecke mit irgendeiner Decke, einem Stück Wäsche, einem Tuch, ein freundliches Lächeln von Fritzy: „Guck mal, was ich habe“, ein wenig stolz, weil manche Teile wie z.B. ein Vetbed ganz schön schwer sind und Klein-Fritzchen ordentlich schleppen musste, ich nehme es ihm ab…ad infinitum. Wie gesagt, ich hoffe, dass es nur eine Phase ist.
Und es ist ja nicht so, dass er es nicht sein lässt, wenn ich ihn im richtigen Moment erwische, bevor er sich so ein Teil schnappt. Aber dazu müsste ich ihn praktisch dauerüberwachsen. Und wer will das schon?:-) Also hoffe ich, dass es eine Phase ist, genau wie die sibirische Kälte.